Welche Wünsche und Träume hast Du für das neue Jahr? Was soll sich bei Dir, in Deiner Ehe, Deiner Familie, Deiner Arbeit oder Deinem Dienst verändern?
Wahrscheinlich hast Du ein paar tolle Gedanken! Doch das Wollen allein reicht nicht aus. Ein Bekannter sagte mir mal: „Machen ist wie Wollen, nur viel krasser!“ Die guten Überlegungen müssen praktisch werden. Viele scheitern allerdings an den Vorsätzen mangels Durchhaltevermögen, weil die Absichten zu unrealistisch gesetzt wurden oder weil die nötige Motivation verpufft. Einer der Hauptgründe für ausbleibende positive Veränderung ist jedoch, das fehlende Gebet. Du startest mutig und motiviert, sprichst vielleicht am 1. Januar ein Gebet – wie ein kurzes Gebet vor einer langen Reise. Doch kaum bist Du auf der „Autobahn“ des neuen Jahres unterwegs, packst Du das Gebet in den Kofferraum und damit die Kraft, die Du zur Veränderung brauchst.
Ohne Gottes Hilfe verblassen gute Vorsätze. Meine Empfehlung: Bevor Du Dir etwas vornimmst, beschließe es mit deinem Schöpfer im Gebet und mache es zu deinem dauerhaften Gebetsanliegen. Suche in diesem Jahr Veränderung durch Gebet, nicht bloß durch deine eigene Entschlossenheit. Denke zu diesem Jahreswechsel nicht nur darüber nach, was Du anders machen willst, sondern was Gott in Dir und durch Dich tun könnte. Die wichtigsten Veränderungen – in meinem geistlichen Leben, meiner Ehe, meinem Umgang mit Essen und Bewegung, meinem Dienst – können nicht bei mir beginnen oder enden. Das größte Potential zur Veränderung liegt nicht in mir, sondern in Gott. Deshalb muss ich beten. Mein Gebet für das neue Jahr lautet: „Herr, lehre mich mehr über Dich, zeige mir meine Grenzen, und lass das, was ich über Dich weiß, lebendig in meinem Herzen werden. Lass mich mehr von Dir sehen als je zuvor.“
Ein kurzes tägliches Gebet hat enorme Kraft: „Herr, öffne mir die Augen, dass ich sehe die Wunder in deinem Gesetz.“ (Ps 119,18). Mit Gottes Geist in Dir und Gottes Wort vor deinen Augen wirst Du Dich in deinem Leben immer nach mehr Gutem sehnen: mehr Segen, mehr Liebe, mehr Frieden, mehr gesundes Leben, mehr Freude, mehr Bildung,… Deswegen darfst Du erwarten, Neues über Gott zu entdecken. Doch mit Gott bleibt es nicht beim bloßen Entdecken oder Wollen. Durch Ihn wirst Du konkret wachsen. Es ist sein Geist, der Veränderung an Dir bewirkt. Er kann die Augen deines Herzens am besten erleuchten (Eph 1,17-18) und wirkt die Kraft hin zum Positiven.
Manchmal kann das tägliche Gebet zur Veränderung mit einem Bekenntnis beginnen: „Herr, zeige mir, wie wenig ich von Dir und über mein eigenes Leben weiß.“ Häufig meine ich zu wissen, was wichtig für Gott und mich wäre. Doch mein Wissenshorizont ist beschränkt. Und Wissen ohne Demut führt nur zu Stolz, selten aber zur Veränderung. Deswegen bete weiter: „Herr, lass mich nicht nur wissen. Lass das, was ich über Dich weiß, mein Herz verändern.“ Geistliche Reife, Veränderung und Fortschritt misst sich nicht am Kopf, sondern am Herz. Meine Erfahrung ist dabei, dass Gebet die Wahrheit in Erfahrung verwandelt. Gebet bringt Theorie in die Praxis. Wollen zum Machen. Auf einmal spüre ich Gottes Nähe. Verspüre, warum Veränderung nötig ist. Ergreife, dass Er es in mir wirken wird. Ohne Gebet bleibt mein Wissen oft nur Theorie. Es bleibt ein schnöder Vorsatz. Und das Leben bleibt gleich. Doch mit Ihm wird es „krass“. Die Dinge verändern sich durch seine Kraft.
Sei ermutigt! Gott hat Gutes für dein neues Jahr vorbereitet. Entdecke es im Gebet. Erlebe Erneuerung im alltäglichen Leben, hin zu einem besseren Ich. Mein Gebet für Dein neues Jahr ist, dass Du anhaltend beten wirst in diesem neuen Jahr, um positive Veränderung. Nicht nur am 1. Januar, sondern täglich. Dass aus dem Wollen, Machen wird. Denn das ist „krass!“.
Ein segensreiches neues Jahr wünscht Dir
Daniel